Dienstag, 8. September 2009, 13:12 • Alter: 13 Jahr(e)

4 Tage Radwandern

Kategorie: mobil, sportliches, urlaub & reise
Radreise von Bernau nach Usedom gemeistert.

Unmittelbar am Garten von Gabis Eltern in Zepernick bei Bernau verläuft der Fernradweg Berlin-Usedom. Der Radweg lockte uns schon lange - jetzt war es soweit, dass wir ihn in Angriff nahmen.

Schon Wochen zuvor haben Frank und Gabi etwas in den heimatlichen Gefilden trainiert.
Es ist unsere erste Radreise dieser Art - wir wollten uns dabei nicht gleich überfordern, deshalb beschlossen wir, immer das Auto am Bahnhof zu parken und dann nur mit Verpflegung und Badesachen in den Gepäcktaschen zu radeln und anschließend das Auto nachzuholen. Das klappte auch recht gut da der Fernradweg Berlin-Usedom fast parallel zu Bahn und Autobahn verläuft.

Angereist sind wir dann mit dem Auto samt Fahrrädern nach Zepernick und radelten uns schon mit den Eltern zwischen Zepernick Bernau und Buch ein. Das waren dann auch schon 28km.

1. Etappe - von Bernau nach Joachimsthal (44,5 km):
Frank hatte zwar als Ziel Angermünde im Auge, aber ihm war schon bewußt, dass es für Gabi wohl zu viel ist.
Also dann einfach erst einmal los - 8 Uhr Start in Bernau. Morgens ist die Luft noch frisch und die Radwege menschenleer. Die Radwege sind klasse und viele Strecken im Wald. Kurze Pausen zum Fotografieren, Schleusen-Beobachtungen, Vespern und Kaffeetrinken. Zum Mittag wurde es sehr heiß und wir legten am Werbellinsee angekommen eine zweistündige Badepause ein und buchten ein Zimmer im Hotel am Seetor in Angermünde. Nach der Mittagspause ging es nach Joachimsthal. Leider war es immernoch sehr sehr heiß und der Weg vom Werbellinsee nach Joachimsthal fast ausschließlich bergauf. Gabi war am Ende und konnte nicht mehr (im Nachhinein: vermutlich unterwegs zu wenig gegessen und getrunken).
Frank fuhr dann mit der Bahn nach Bernau zurück, holte das Auto und die restliche Strecke bis Angermünde fuhren wir mit den Auto. Getränke einkaufen, Duschen im Hotel, Abendessen im gemütlichen Biergarten des Hotels und Rundgang durch Angermünde.

2. Etappe - von Angermünde nach Prenzlau (50,5 km):
Frühstück, Auto am Hotel stehen lassen und Richtung der Blumberger Mühle geradelt. Dann haben wir uns das NABU-Erlebniszentrum kurz angeschaut und entlang der Fischteiche weiter über sehr hügelige, sonnige und unbefestige Wege in die Uckermark. Nach Kaffee- und Vesperpausen an einem Campingplatz und auf der Mitte der Uckermark legten wir unsere Mittagspause an die Badestelle am Großen Potzlowsee und buchten von dort aus ein Zimmer im Hotel Wendekönig in Prenzlau. Nach der längeren Pause ging es weiter Richtung Prenzlau bei großer Hitze aber doch teilweise sehr schönen schattigen Wegen entlang des Unterruckersees. Frank holte dann wieder das Auto aus Angermünde. Rundgang und gutes Abendessen in der Innenstadt von Prenzlau.

3. Etappe - von Pasewalk nach Ueckermünde (Bellin) (41 km):
Auf Grund der vorherrschenden Hitze und der bevorstehenden Hügeln ohne Schatten entschlossen wir uns, den Weg zwischen Prenzlau und Pasewalk auszulassen. Also Frühstück im Hotel, Autofahrt nach Pasewalk und dann ging es los. Die ganze erste Strecke bis Torgelow war parallel einer stark befahrenen Landstraße zwischen den Armee-Sperrgebieten. Hotelzimmer gebucht im Haffhus in Bellin, da in Ueckermünde alles ausgebucht war. Dann wieder entlang alter Dorfstrassen und wieder parallel der befahrenen Landstrasse. In Ueckermünde angekommen machten wir am Strand von Ueckermünde unsere Mittagspause mit Abkühlung im Haff. Nach der Pause noch die letzten Kilometer nach Bellin in die Super-Unterkunft. Frank holte das Auto aus Pasewalk und dann genossen wir das Abendbrot im hoteleigenen Terassen-Restaurant.

4. Etappe - Rund um das Haff (56 km):
Start nach dem Frühstück in Ueckermünde mit der Fähre nach Kamminke (nah der polnischen Grenze). Dann radeln wir entlang des nördlichen Haffufers über Usedom (kurze Frühstückspause) bis nach Kamin. Hier ging es wieder aufs Festland mit einer kleinen Fähre nach Kamp. Von dort führte ein sandiger Weg durch Torfmoore, dann weiter entlang der südlichen Haffküste bis Ueckermünde. Weil die Wege und auch das Wetter uns nicht sehr gewogen waren, waren wir richtig KO. Wir kühlten uns am hoteleigenen Badestrand im Haff ab und genossen im hoteleigenen Terassen-Restaurant noch ein köstliches Abendbrot.

Fazit:

  • insgesamte Streckenkilometer: 220km
  • wir hatten super Glück mit den Wetter
  • wir sahen Ecken, die du mit einem Auto nie zu Gesicht bekommst
  • das Essen und vor allem das Trinken während des Radelns nicht zu kurz kommen lassen
  • wir haben während des Radelns nicht so viel Kleidung benötigt, diese können wir das nächste Mal auch noch mitnehmen und brauchen kein Auto
  • Großes Lob - Radwege in Brandenburg sehr gut ausgebaut und traumhaft
    im Gegensatz dazu in Vorpommern teilweise etwas lieblos entlang der Landstrassen
    rund ums Haff haben wir alles angetroffen von Kopfsteinpflaster über Sandwege durch die Torfmoore, Slalomstrecken um Bäume im Wald bis zu DDR-Betonplatten mit große Fugen. Das Qualitätgefälle war deutlich